Boxspringbetten – in ist, wer drin ist

Die großen Polsterbetten halten Einzug in deutsche Schlafzimmer. Sie sehen luxuriös aus und sind bequem. Was unterscheidet sie von normalen Betten und warum lohnt sich die Anschaffung?

"Das Bett ist die Oper des kleinen Mannes"

Ein italienisches Sprichwort sagt: „Das Bett ist die Oper des kleinen Mannes“. In jedem Fall ist es das wichtigste Möbelstück seit der Erfindung des Horizontalen. Breit soll es sein, natürlich bequem und was her machen. Das Boxspringbett ist so eine Ruhestatt. Wir kennen es aus Hollywoodfilmen und besseren Hotels. Nun erobern die bequemen Betten immer mehr deutsche Schlafzimmer. Allein im Jahr 2014 sollen nach Informationen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) rund 650.000 Stück verkauft worden sein – Tendenz steigend! Wie unterscheiden sich Boxspringbetten von normalen Betten? Und wie sieht es mit dem Schlafkomfort aus?

Kiste mit Federn

Der aus dem Englischen stammende Begriff Boxspring setzt sich aus zwei Teilen zusammen: „box“ (Kasten) und „spring“ (Feder) und kann mit „Kiste mit Federn“ übersetzt werden. Ursprünglich stammen die Betten aus den USA, wo sie schon seit über 100 Jahren auf dem Markt sind. Die Grundidee: Die Schlafstellen sollten hygienischer werden, dafür wollte man möglichst viel Abstand zwischen Boden und Matratze schaffen. Außerhalb Amerikas konnte sich das Boxspringbett nicht flächendeckend durchsetzen, vor allem weil sich mit Erfindung der ersten Lattenroste in den 1950er-Jahren die Kombination aus Matratze und Lattenrost etablierte.

Ein Bett, drei Schichten

Das Besondere an Boxspringbetten ist die Konstruktion, die sich vom Aufbau herkömmlicher Betten unterscheidet. Normale Betten haben ein Gestell, in dem ein Lattenrost platziert ist. Darauf liegt die Matratze. Boxspringbetten besitzen hingegen keinen Lattenrost. Die Basis bildet das Boxspring (auch Unterbett genannt): ein etwa 20 bis 30 Zentimeter hoher Holzrahmen mit einem Federkern. Dieser stützt die darauf aufliegende Obermatratze, auf die ein Topper gelegt wird. Der Topper ist eine zweite, dünne Matratze (in der Regel zwischen acht und zehn Zentimeter hoch): Sie dient als eigentliche Liegefläche und schont die darunter liegende Matratze. Mit dem richtigen Bezug kann der Topper nicht nur verhindern, dass sich Milben in der Matratze festsetzen, sondern auch klimaregulierend wirken und in der Nacht aufgenommene Feuchtigkeit am Tag an die Umgebungsluft abgeben.

Einfach himmlisch für das Kreuz

Ein gesunder Schlaf wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Boxspringbetten passen sich durch die mehrschichtige Federung besonders gut an Bewegungen und Liegepositionen an, sie sind besonders rückenschonend und haben einen außerordentlich hohen Liege- und Schlafkomfort. Ursula Geismann vom Verband der Möbelindustrie weist darauf hin, dass Boxspringbetten vor allem für ältere Menschen geeignet sind: „Die Einstiegshöhe liegt bei 60, 70 Zentimetern. Man kommt dadurch leichter ins Bett und wieder heraus.“ Die allgemeine Annahme, dass die Matratze eines Boxspringbetts häufiger als bei einem normalen Bettgestell gelüftet werden muss, entkräftet Matratzenverbands-Sprecherin Claudia Wieland: “Wie bei einer Pumpe geht beim Hinlegen und Aufstehen die verbrauchte Luft raus und neue wieder rein."

Wer probeliegt, erlebt kein böses Erwachen

Achtung! Der Begriff Boxspringbett ist nicht geschützt, deshalb gibt es auch keinen verbindlichen Standard. Markus Kamps, Präventologe für Schlaf & Stress, warnt: „Oft sind es komplette Polsterbetten, in die verschiedenste Produktlösungen, auch mal kein Federkern, eingebaut oder eingelegt sind. Hier steht die ähnliche Optik im Mittelpunkt. Diese an die Originale angelehnten niedrigpreisigen Versionen haben nichts mit den echten klassischen oder europäisierten Boxspringbetten zu tun.“ Fakt ist: Ein gutes Boxspringbett hat seinen Preis. Je nach Ausstattung müssen Käufer mit 1.500 bis 6.000 Euro kalkulieren. Während bei Billigprodukten der Rahmen des Boxsprings häufig nur aus Spanholz besteht und somit leichter brechen kann, kommen bei hochwertigen Boxspringbetten robuste Leim- oder Massivhölzer zum Einsatz. In jedem Fall stellt die Checkliste der Kemner Home Company eine gute Einkaufshilfe dar. Und wie bei allen Betten und Matratzen gilt: Ausführliches Probeliegen beugt bösem Erwachen vor!

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